Vortragsangebote
Seit vielen Jahren halte ich Vorträge zu den nachfolgend aufgeführten Themen.
Wenn Sie an einem Vortrag interessiert sind, nutzen Sie bitte die Kontakt-Seite, um mit mir in Verbindung zu treten. Die Themenformulierung kann selbstverständlich Ihrem Informationsbedarf angepasst werden.
Die Vorträge werden in Form einer Powerpoint-Präsentation gehalten. Zur Veranschaulichung sind einige Folien verkleinert abgebildet.
- Abtreibung
- Betreuungsrecht
- Fortpflanzungsmedizin und Embryonenschutz
- Hirntod
- Patientenverfügung
- Präimplantationsdiagnostik
- Sterbehilfe
- Transplantationsmedizin
- Übergreifende Themen
Abtreibung
Die Rechtslage zum Schwangerschaftsabbruch in Deutschland
Jährlich werden in Deutschland nach der amtlichen Statistik ca. 130.000 Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt. Tatsächlich dürften es wesentlich mehr sein. Obwohl es in der Sache um die Tötung ungeborener Kinder geht, steht das Thema „Abtreibung“ nicht im Zentrum der öffentlichen Diskussion. Politik und Bürger haben sich mit den geltenden Bestimmungen und ihrer praktischen Umsetzung abgefunden. Was ist genau der rechtliche Hintergrund für Abtreibungen in Deutschland? Sind die Vorschriften angemessen oder rechtsstaatlich bedenklich?
Spätabtreibungen – notwendiges Übel oder Kapitulation des Rechtsstaates?
Einzelne spektakuläre Fälle von so genannten Spätabtreibungen haben für erhebliches Aufsehen gesorgt. Ungeborene Kinder, die bei einem Abtreibungsversuch lebend auf die Welt kommen, stellen Ärzte vor ein Dilemma: müssen sie jetzt alles tun, um das Kind am Leben zu erhalten, obwohl sie es nur kurze Zeit davor töten wollten; haben sie den Abtreibungsvertrag „schlecht“ erfüllt und müssen deshalb die Unterhaltskosten für das Kind übernehmen?
Der Gesetzgeber hat die Abtreibungsvorschriften in Bezug auf Spätabtreibungen ergänzt. Trägt dies zu einem besseren Schutz der ungeborenen Kinder bei – oder handelt es sich mehr um „kosmetische“ Änderungen, ohne praktischen Nutzen?
Betreuungsrecht
Betreuungsrecht – Vorsorgevollmacht – Patientenverfügung
Durch Unfall oder Krankheit kann jeder in eine Lage geraten, in der er Hilfe benötigt und von einem anderen rechtlich vertreten werden muss. Wie kann der einzelne Vorsorge für Situationen der Gebrechlichkeit und Krankheit treffen? Welche rechtlichen Vorgaben sind einzuhalten, wenn man allgemein oder in bestimmten Bereichen nicht mehr in der Lage ist, seine Angelegenheiten zu regeln?
Neben den Grundzügen des Betreuungsrechts werden die Möglichkeiten der Vorsorge durch Erteilen einer Vorsorgevollmacht und die Abfassung einer Patientenverfügung anschaulich dargestellt. Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Instrumente werden erläutert.
Freiheitsentziehung und freiheitsentziehende Maßnahmen
– Rechtsgrundlagen und Probleme
Personen, die sich in einer Einrichtung aufhalten, können in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden, wenn dies zur Vermeidung erheblicher Gesundheitsgefahren notwendig ist. Da zwei Grundrechte – Gesundheit und Freiheit – gegeneinander abgewogen werden müssen, ist jeweils eine gerichtliche Genehmigung erforderlich. Welche Rechtsgrundlagen sind einschlägig, welche Verfahrenvorschriften sind zu beachten? Wie können freiheitsentziehende Maßnahmen vermieden werden?
Freiheitsentziehende Maßnahmen im häuslichen Bereich
Wenn in einem Krankenhaus, Heim oder einer sonstigen Einrichtung freiheitsentziehende Maßnahmen (wie z. B. Bettgitter oder Gurte) angewendet werden, muss eine betreuungsrechtliche Genehmigung eingeholt werden. Bei der Pflege im häuslichen Bereich ist das grundsätzlich nicht notwendig. Je nach Art der Durchführung der Pflege zuhause kann aber trotzdem eine Genehmigung erforderlich sein. Ebenso sind verschiedene rechtliche Bestimmungen zu beachten, auch wenn eine Genehmigung nicht notwendig ist.
Fortpflanzungsmedizin und Embryonenschutz
Der menschliche Embryo im Visier der Biomedizin
Der menschliche Embryo gerät immer mehr ins Blickfeld der Forschung. Die In-vitro-Fertilisation hat den Zugriff auf den Embryo ermöglicht: nur „genetisch einwandfreie“ Embryonen sollen eine Chance zur Entwicklung haben, „überzählige Embryonen“ für Forschungszwecke zur Verfügung stehen.
Wie gehen wir mit menschlichen Embryonen um? Handelt es sich um Menschen in der frühesten Entwicklungsphase? Welchen Anspruch auf Rechtsschutz haben Embryonen? Sind die bestehenden Bestimmungen des Embryonenschutzgesetzes ausreichend oder besteht rechtlicher Handlungsbedarf?
Hirntod
Der Hirntod – ein „sicheres Todeszeichen“?
Seit vielen Jahren ist der so genannte „Hirntod“ in Deutschland als „sicheres Todeszeichen“ anerkannt. International gibt es viel Kritik an der Hirntod-Konzeption. Angesichts der aktuellen Debatte, wie die Organspendebereitschaft erhöht werden kann, stellt sich erneut die Frage, ob Patienten, bei denen ein Hirnfunktionsausfall festgestellt wurde, noch „Sterbende“ oder schon „Leichen“ sind.
Kann es an der Grenze zwischen Leben und Tod überhaupt letzte Gewissheiten geben? Was gilt, wenn letzte Zweifel nicht ausgeräumt werden können? Welche Schlussfolgerungen sind für den Bereich der Organtransplantation und insbesondere für die Frage der Zustimmung zu ziehen?
Viele Menschen sind durch Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Organen verunsichert. Gleichzeitig werden sie von den Krankenkassen befragt, ob sie einer Organentnahme zustimmen. Auf welcher Basis ist eine solche Entscheidung zu verantworten? Wird in den Medien und von den einschlägigen Institutionen vorurteilsfrei informiert? Oder werden wesentliche Aspekte verschwiegen und verharmlost?
Patientenverfügung
Patientenverfügungen – notwendig, überflüssig oder gefährlich?
In einer Patientenverfügung kann im Voraus festgelegt werden, ob und wie ein Patient behandelt werden will, wenn er sich nicht mehr rechtsverbindlich äußern kann. Viele Menschen haben Angst, am Lebensende unnötig lange mit Maschinen am Leben erhalten zu werden und wollen das verhindern. Sie schließen daher für bestimmte Situationen in einer Patientenverfügung lebensverlängernde Maßnahmen aus.
Ist ein solches Verhalten notwendig, um menschenwürdig sterben zu können? Sind Patientenverfügungen allgemein sinnvoll oder kommt es auf den Einzelfall an? Sind mit Patientenverfügungen auch individuelle und gesellschaftliche Gefahren verbunden?
Welche gesetzlichen Bestimmungen und Vorgaben sind bei der Abfassung einer Patientenverfügung zu berücksichtigen? Was geschieht, wenn der „Fall des Falles“ eingetreten ist?
Präimplantationsdiagnostik
Präimplantationsdiagnostik – Weg oder Irrweg?
Im Rahmen der künstlichen Befruchtung können Embryonen auf ihre genetischen Eigenschaften hin untersucht werden. Ist diese „Präimplantationsdiagnostik“ (PID) ein legitimer Weg zur Leidvermeidung bei Paaren, die befürchten, eine Erbkrankheit auf ihre Kinder zu übertragen? Oder beginnt hier die Selektion, die „Aussonderung“ Behinderter?
Durch die gesetzliche Regelung der PID hat das Thema nichts von seiner Brisanz verloren. Was sind die rechtlichen Grundlagen der PID? Welches Menschenbild wird hier deutlich? Wohin geht die weitere Entwicklung?
Sterbehilfe
Töten als Ausweg?
– Sterbehilfe in der Diskussion –
Das Thema „Sterbehilfe“ hat sehr an Aktualität gewonnen. Die Zahl älterer Menschen in unserer Gesellschaft wächst kontinuierlich an, die Geburtenzahlen gehen zurück. Die technischen Möglichkeiten der Lebenserhaltung und Lebensverlängerung haben zugenommen, aber die Finanzierung des Gesundheitssystems wird immer schwieriger.
In diesem Umfeld wird der Ruf nach Zulassung „aktiver Sterbehilfe“ lauter. Einzelne Politiker und einschlägige Organisationen haben sich bereits für eine Zulassung der „Tötung auf Verlangen“ ausgesprochen.
Ist Töten wirklich ein Ausweg? Kann auf diese Weise ein „Sterben in Würde“ erreicht werden? Wie sind „passive“, „aktive“, „indirekte“ Sterbehilfe und Selbsttötung zu beurteilen? Nicht alles, was als „Hilfe“ ausgegeben wird, ist ethisch akzeptabel und wirklich hilfreich. Wo liegen die Grenzen des Rechts, welche Entwicklungen sind zu erwarten?
Sterben in Würde – aber wie?
Der Wunsch nach einem „Sterben in Würde“ ist weit verbreitet. Doch wie kann er verwirklicht werden? Durch „passive“, „aktive“, „indirekte“ Sterbehilfe oder durch Selbsttötung?
Hinter dem Begriff der „Sterbehilfe“ verbergen sich ganz unterschiedliche Dinge, die auseinander gehalten werden müssen. Welche ethischen und rechtlichen Grenzen sind zu beachten? Kann man mit einer Patientenverfügung Vorsorge für ein menschenwürdiges Sterben treffen? Was ist dabei praktisch und in sozialer Perspektive zu beachten? Und welche Rolle spielen Palliativmedizin und Hospizbewegung?
Der ärztlich assistierte Suizid – Problemlösung oder Irrweg?
In der aktuellen Debatte über die „Sterbehilfe“ steht vor allem die ärztliche Hilfe zur Selbsttötung im Vordergrund. In der Ärzteschaft mehren sich die Anzeichen, dass sich dieser Berufsstand für den „assistierten Suizid“ öffnen könnte. Bislang stößt er auf standesrechtliche Ablehnung. Welche Stellung nimmt die Beihilfe zur Selbsttötung in der Rechtsordnung ein? Sollten Ärzte ihre Sachkunde auch in diesem Bereich einbringen? Welche Auswirkungen hat der assistierte Suizid auf Medizin, Rechtsordnung und Gesellschaft?
Transplantationsmedizin
Kritische Fragen zur Organtransplantation
Trotz einiger Skandale bei der Zuteilung von Organen wird intensiv für die Bereitschaft zur Organspende geworben. Auf den ersten Blick erscheint es logisch, die eigenen Organe lieber zu spenden, als sie nach dem Tod „zu vergraben“. Aber wohin führt es, wenn der Körper des Menschen grundsätzlich als „Ersatzteillager“ betrachtet wird?
Wie steht es um die Information der Bürgerinnnen und Bürger zur Organspende? Wird umfassend informiert oder einseitig „pro Spende“ geworben? Führt die „Spenden-Rhetorik“ am Ende zu einer gesellschaftlichen Verpflichtung, seine Organe zur Verfügung zustellen? Sind die rechtlichen Regelungen ausreichend oder gibt es Lücken?