Embryonenschutz

Der menschliche Embryo im Visier der Biomedizin

Der menschliche Embryo gerät immer mehr ins Blickfeld der Forschung. Die In-vitro-Fertilisation hat den Zugriff auf den Embryo ermöglicht: nur „genetisch einwandfreie“ Embryonen sollen eine Chance zur Entwicklung haben, „überzählige Embryonen“ für Forschungszwecke zur Verfügung stehen.
Wie gehen wir mit menschlichen Embryonen um? Handelt es sich um Menschen in der frühesten Entwicklungsphase? Welchen Anspruch auf Rechtsschutz haben Embryonen? Sind die bestehenden Bestimmungen des Embryonenschutzgesetzes ausreichend oder besteht rechtlicher Handlungsbedarf?

Probleme der Fortpflanzungsmedizin aus rechtlicher Sicht

Die Fortpflanzungsmedizin verhilft bislang kinderlosen Paaren zu dem erhofften Nachwuchs. So weit, so gut.

Die Schattenseiten der Reproduktionsmedizin werden dagegen weniger wahrgenommen. Es geht ja nicht nur um die Erzeugung eines Kindes, sondern um ein “gesundes” Kind. “Mangelhafte” Ware ist unerwünscht. So werden viele Embryonen im Verlauf assistierter Zeugungsverfahren “verworfen”.

Dieser verbrauchende Umgang mit menschlichen Embryonen wirft nicht nur rechtliche Fragen bzgl. des Schutzes menschlicher Embryonen auf, sondern stellt auch unser Menschenbild auf die Probe: Ist es richtig, Kinder zu “machen”, für diesen “Produktionsvorgang” “qualitätssichernde” Verfahren zu entwickeln, Embryonen auf Vorrat zu erzeugen und nicht mehr bzw. nicht so gewünschte Embryonen wieder zu vernichten?